Archiv für März, 2010

Marianna Salzmann

Posted in Künstler/innen on 31. März 2010 by du

Foto: Lutz Knospe


Marianna Salzmann ist 1985 in Wolgograd geboren und in Moskau aufgewachsen. Sie arbeitete unter anderem als Regieassistentin am Schauspielhaus Hannover und Dramaturgieassistentin am Theaterhaus Jena. Eigene Regieprojekte in Hannover und Hildesheim. Sie war die Organisatorin des Global Open Stage in Hannover und ist Mitbegründerin des Kultur- und Gesellschaftsmagazins freitext, für das sie bis heute als Redakteurin tätig ist.

2008 begann sie ihr Studium des Szenischen Schreibens and der Universität der Künste Berlin. Ihr zweites abendfüllendes Theaterstück Weißbrotmusik gewann den Wiener Wortstaetten Preis 2009. Szenische Lesungen am BAT und Maxim Gorki Theater Berlin. Uraufführung von Weißbrotmusik am BAT Berlin und Österreichische Erstaufführung am Nestroyhof Wien.

2011 werden ihre abendfüllenden Theaterstücke Weltrettungsauftrag in der Kaserne (Hildesheim), Tod eines Superhelden am Ballhaus Naunynstraße (Berlin), sowie SATT am Bayerischen Staatstheater (München) uraufgeführt. Das Kurztheaterstück Massensterben der Möglichkeiten hat Premiere im Februar 2011 am Deutschen Theater (Berlin).

Die Herausgabe von Weißbrotmusik und SATT als Buch erfolgt im März 2011.

Marianna Salzmann wird vertreten vom Verlag der Autoren.

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No more internal strife

Posted in gelesen wird immer on 31. März 2010 by du

Der von Susan Arndt organisierte Aktionstag gegen Rassismus führte Menschen zusammen. Es gab zahlreiche Besucher, die Stimmung blieb intim.

Tibor Sturm zeigte den Film: Lebe deinen Alptraum

Für das Magazin freitext war er gemeinsam mit Elias Bierdel im Gespräch.

Alkim Tas, der im Theatersütck „Ferienlager. Die dritte Generation“ im Ballhaus Naunynstrasse (August) zu sehen sein wird und ich auf der Bühne der Freien Schule am Mauerpark:

Ab sofort befinden wir uns in den Vorbereitungen für die nächste tausend worte tief Veranstaltung in der Werkstatt der Kulturen. Die neue Ausgabe des Magazins freitext – ab 9. April im Verkauf – soll literarisch vorgestellt werden. In der nächsten Woche werden auf dem tausend worte blog nach und nach die Autoren und Autorinnen vorgestellt.


Literature meets Beatbox

Posted in gelesen wird immer on 19. März 2010 by du

Aktionstag gegen Rassismus. Sonntag, 21. März, ab 14 Uhr in der Freien Schule Am Mauerpark. Wolliner Str. 25-26

>>Sie hörten auf zu lachen und auch ich staunte nicht schlecht als eine E-Gitarre aufheulte. Sie schauten sich hektisch um, wo kam die Musik her? Ich sah zu Keno. Er hatte die Augen geschlossen. Die Lippen bewegten sich mit der Melodie auf und ab. Keno war die Gitarre. Er hob die Hände zum Mund, der Handhöhlen-Lautsprecher. Er legte einen Beat unter den Gitarrensound. Aus seinem Mund klang ein ganzes Orchester. Tiefe Bässe, Schlagzeug, und diese kreischende Gitarre.

„Wasn jetzt?“ krächzte einer der Panther.

„Heute kämpfen wir nach den Regeln des Hip Hop“, sagte ich.<< (Aus „Die Thirtysix Thieves“, Deniz Utlu)

Sonntag ist ein Aktionstag. Der Aktionstag gegen Rassismus. Ich lese um 18.15 Uhr einen Ausschnitt aus der Kurzgeschichte „Die Thirtysix Thieves“ vor. YoungStar Alkim Tas beatboxt dazu.

Viele interessante Künstler/innen sind eingeladen und machen Workshops mit den Kids oder performen etwas fürs Publikum.

Darunter auch einige tausend worte tief und freitext People:

So zum Beispiel Philipp Khabo Köpsell. In der aktuellen Ausgabe des Magazins freitext mit dem Titel „Um Grenzen“ ist sein Gedicht „TABOOYA! (ugs. let your tongue travel)“ zu lesen.

Sein Madagaskar Gedicht ist für die nächste Ausgabe mit dem Titel „Bis hierher lief’s noch ganz gut“ bereits im Druck. Am 14. April wird die neue Ausgabe des Magazins freitext in der Werkstatt der Kulturen vorgestellt.

Außerdem mitdabei am Aktionstag: Tibor Sturm. In der aktuellen freitext ist eine Interviewcollage mit ihm und dem Aktivisten und Reporter Elias Bierdel zu lesen. Quietstorm erzählt von dem Tag an dem er von Nazis angegriffen wurde und um sein Leben kämpfen musste – und welche Folgen das hatte.

Mutlu Ergüns Kulttext „Wo kommst Du her?“ wird auch verlsen. Leider kann der Sesperado diesmal nicht aus London anreisen. Aber er ist mit dem Herzen dabei. Um 18.15 Uhr werde ich mit den „Thirtysix Thieves“ auch seinen Text vorlesen. Mutlu wird aber mit dem frischgedruckten Buch „Kara Günlük. Die geheimen Tagebücher des Sesperado“ am zweiten Mittwoch im Mai, dem 12.05 bei tausend worte tief in der Werkstatt der Kulturen auf der Bühne stehen. Er hatte 2003 gemeinsam mit mir die Lesereihe ins Leben gerufen und ist außerdem fester Redakteur bei freitext. Zuletzt von ihm erschienen: Schwarze Bilder – Schwarze Zeichner.

Auch sind viele andere Gäste eingeladen, deren Performances unbedingt sehenswert sind, so wie Sharon Otoo oder LabelNoire. Auch gibt es Filme und Speisen:

Berlin Seoul Berlin

Posted in gelesen wird immer on 11. März 2010 by du

Gestern hieß es zum zweiten Mal in diesem Jahr: „Herzlich willkommen bei tausend worte tief“. Die Gruppe Ludwig – eigentlich mit Akustik Set angekündigt – war mit gesamtem Equipment angereist. E-Gitarre, E-Bass, Akustikgitarre, Keyboard, Drums, Synthesizer. Ludwigs psychedelischen Klänge und die urige Atmosphäre, Ton und Licht verschmolzen.

Nach vier Liedern stieg die Autorin des Abends, Miriam Stein, auf die Bühne. Die Musikjournalistin hatte Ludwig als musikalische Begleitung für den Abend vorgeschlagen. Ihre künstlerische Zusammenarbeit mit der Gruppe geht auf das Theaterstück „Black Tie“ des Rimini Protokolls zurück.

Gestern Abend las sie einige Kapitel aus ihrem autobiographischen Buch „Berlin Seoul Berlin“.

Kinder, die Ende der 70er Jahre nach Europa und in die USA adoptiert wurden, sind jetzt erwachsen. Viele reisen in das Land ihrer Geburt, ihrer unbekannten Eltern. Sie kommen mit Fragen. Gibt es Antworten?

„Etwas musste mich an dich erinnert haben. Plötzlich stand ich dir gegenüber, obwohl ich schon länger nicht mehr an dich gedacht hatte. Mit dem Gedanken an dich strömte etwas aus den Abgründen meines Herzens an die Oberfläche. Ich versuchte, mich zur Ordnung, zu Zurückhaltung zu zwingen, denn schließlich war ich unter anderem nach Korea gereist, um herauszufinden, wer du bist.“

Später las Miriam Stein ihre „Lieblings Rock n Roll Geschichte“ vor. Diese beruht auf einer wahren Begebenheit, in der die Rockband …and you will know us by the trail of dead ihrem Zerstörungswahn gehorcht und das Equipment der Gruppe Slut zu Asche brennt und  mit Schweinekotlettes nach Polizisten schmeißt. Rock on!

„Meine lieblings Rock n Roll Gesichte – die Sache mit den Kotlettes“ wird am 9. April im Magazin freitext erscheinen (www.freitext.com).

Unter den Zuschauern waren viele Gäste anwesend, die bereits die Auftaktveranstaltung mit Raul Zelik und Imran Ayata besucht hatten. Aber auch viele neue Gesichter setzten sich ins tausend worte café vor der Bühne oder lehnten sich an die Bar von Alejandro.

Khalito dokumentierte die Lesung mit seiner Fotokamera. Yüksel filmte. Bis die Viedeos fertig geschnitten sind, dürfte aber noch eine Weile dauern. Immerhin ist Yüksel Hayirli der Art Director von dem Magazin freitext und ist gerade gemeinsam mit dem Layouter Deniz Keskin an den letzten Zügen der Gestaltung der neuen Ausgabe, Titel: Bis hierher lief’s noch ganz gut. Die nächste tausend worte tief Veranstaltung wird eine Sammellesung mit einigen Autoren des Magazins sein. Auch sind einige multimediale Experimente geplant.

… and you will know us by the trail of dead

Posted in gelesen wird immer on 7. März 2010 by du

„Die folgenden Zeilen sollen den Urvätern der Zerstörung und an der Grenze zur Genialität fungierenden Musikern gewidmet sein. and you will know us by the Trail of Dead bestanden aus einem Typ, der im hawaianischen Urwald ohne fließend Wasser aufgewachsen ist, einem halb-Thai der die Hälfte seines Lebens im Wohnwagen seiner Hippie-Mutter  in Nordengland gefristet hat, einem Junkie, der Jahre später irgendwo in San Fransisco verloren ging und einem bebrillten Kerl namens Kevin. Die vier jungen Männer trugen damals die Haare kurz und schwarz gefärbt, als Hommage an die Beatles und The Who. Sie sahen sich in der Tradition des musikalischen Gigantenrocks von Pink Floyd einerseits und dem Dilettantismus der Sex Pistols andererseits. Seltsamerweise traf auch genau diese Schnittmenge zu. Die vier Männer aus Texas vereinten die Musikalität, die Vielschichtigkeit der Arrangements des 70er Jahre- Monsterrocks und der Wucht und der Wut des 70er Jahre Punks. Sie waren Nerds und Vandalen zu gleichen Teilen, was die Faszination und die Angst vor der Band im Kreise ihrer Bewunderer ausmachte. Bis heute liegt in zwei der zweiundfünfzig US-Staaten ein Haftbefehl gegen die Band vor, weil sie dort bedauernswerten Besitzern deren Clubs komplett auseinandernahmen.“

Miriam Stein in „Meine lieblings Rock n Roll Geschichte  – die Sache mit den Koteletts“, erscheint am 9. April in dem Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext, Nr. 15. Auf ihrer Lesung am Mittwoch, 10.03.10 gibt es schonmal eine kleine Kostprobe.

Miriam Stein

Posted in Künstler/innen on 6. März 2010 by du

Miriam Stein ist 1977 in Südkorea geboren und in Osnabrück bei Adoptiveltern aufgewachsen. Sie studierte dramatisches Schreiben in den USA, danach arbeitete sie in England als Photoassistentin, später als Regisseurin und Werbetexterin. War viele Jahre freie Mitarbeiterin bei der SPEX. Seit 2006 schreibt sie hauptsächlich für die Sueddeutsche Zeitung und lebt in Berlin. Ihre erste Koreareise hat sie in dem Buch „Berlin – Seoul – Berlin“ verarbeitet. Peter Dick ist 1977 in Tadschikistan geboren und mit seiner Familie nach Deutschland übergesiedelt. Er wuchs in Detmold auf. Er studierte Graphik Desgin in Bielefeld, wo er mit The Noes have it durch Ostwestphalen tingelte. Mit Ludwig zog er 2007 nach Berlin, wo er 2008 im Intersoup ein Kellerkonzert spielte, bei dem Miriam Stein so begeistert war, dass sie ihn einlud mit ihr an dem Rimini-Protokoll Theaterstück „Black Tie“ zu arbeiten. Seit der Premiere im HAU im Dezember 2008 sind Peter und Miriam mit „Black Tie“ unter anderem bis nach Neu Dehli gereist. Für „TAUSEND WORTE TIEF“ treten sie erstmals gemeinsam als freies Konzert/Lesung zusammen auf.

Die Gruppe Ludwig

Posted in Künstler/innen on 6. März 2010 by du

Die Band Ludwig findet ihre Anfänge im Sommer 2007. Als experimentierfreudiges Sound-Frickel-Projekt gegstartet entwickelte sich das geplante Soloprojekt bald zu voller Bandbesetzung mit Dependance in Berlin. Als Gitarrist und Soundtüftler der Band „The Noes Have It“ hat er zuvor zwei Alben produziert spielte Konzerte u.a. mit „Portugal. The Man“, Delbo“, „Lampshade“ und „Barra Head“.

Seit der Premiere von Rimini-Protokolls „Black Tie“ im HAU ende Dezember 2008 sind Ludwig und Miriam unter anderem bis nach Neu Dehli gereist. Für „TAUSEND WORTE TIEF“ treten sie erstmals gemeinsam als freies Konzert/Lesung zusammen auf.