… and you will know us by the trail of dead

„Die folgenden Zeilen sollen den Urvätern der Zerstörung und an der Grenze zur Genialität fungierenden Musikern gewidmet sein. and you will know us by the Trail of Dead bestanden aus einem Typ, der im hawaianischen Urwald ohne fließend Wasser aufgewachsen ist, einem halb-Thai der die Hälfte seines Lebens im Wohnwagen seiner Hippie-Mutter  in Nordengland gefristet hat, einem Junkie, der Jahre später irgendwo in San Fransisco verloren ging und einem bebrillten Kerl namens Kevin. Die vier jungen Männer trugen damals die Haare kurz und schwarz gefärbt, als Hommage an die Beatles und The Who. Sie sahen sich in der Tradition des musikalischen Gigantenrocks von Pink Floyd einerseits und dem Dilettantismus der Sex Pistols andererseits. Seltsamerweise traf auch genau diese Schnittmenge zu. Die vier Männer aus Texas vereinten die Musikalität, die Vielschichtigkeit der Arrangements des 70er Jahre- Monsterrocks und der Wucht und der Wut des 70er Jahre Punks. Sie waren Nerds und Vandalen zu gleichen Teilen, was die Faszination und die Angst vor der Band im Kreise ihrer Bewunderer ausmachte. Bis heute liegt in zwei der zweiundfünfzig US-Staaten ein Haftbefehl gegen die Band vor, weil sie dort bedauernswerten Besitzern deren Clubs komplett auseinandernahmen.“

Miriam Stein in „Meine lieblings Rock n Roll Geschichte  – die Sache mit den Koteletts“, erscheint am 9. April in dem Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext, Nr. 15. Auf ihrer Lesung am Mittwoch, 10.03.10 gibt es schonmal eine kleine Kostprobe.

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