Berlin Seoul Berlin

Gestern hieß es zum zweiten Mal in diesem Jahr: „Herzlich willkommen bei tausend worte tief“. Die Gruppe Ludwig – eigentlich mit Akustik Set angekündigt – war mit gesamtem Equipment angereist. E-Gitarre, E-Bass, Akustikgitarre, Keyboard, Drums, Synthesizer. Ludwigs psychedelischen Klänge und die urige Atmosphäre, Ton und Licht verschmolzen.

Nach vier Liedern stieg die Autorin des Abends, Miriam Stein, auf die Bühne. Die Musikjournalistin hatte Ludwig als musikalische Begleitung für den Abend vorgeschlagen. Ihre künstlerische Zusammenarbeit mit der Gruppe geht auf das Theaterstück „Black Tie“ des Rimini Protokolls zurück.

Gestern Abend las sie einige Kapitel aus ihrem autobiographischen Buch „Berlin Seoul Berlin“.

Kinder, die Ende der 70er Jahre nach Europa und in die USA adoptiert wurden, sind jetzt erwachsen. Viele reisen in das Land ihrer Geburt, ihrer unbekannten Eltern. Sie kommen mit Fragen. Gibt es Antworten?

„Etwas musste mich an dich erinnert haben. Plötzlich stand ich dir gegenüber, obwohl ich schon länger nicht mehr an dich gedacht hatte. Mit dem Gedanken an dich strömte etwas aus den Abgründen meines Herzens an die Oberfläche. Ich versuchte, mich zur Ordnung, zu Zurückhaltung zu zwingen, denn schließlich war ich unter anderem nach Korea gereist, um herauszufinden, wer du bist.“

Später las Miriam Stein ihre „Lieblings Rock n Roll Geschichte“ vor. Diese beruht auf einer wahren Begebenheit, in der die Rockband …and you will know us by the trail of dead ihrem Zerstörungswahn gehorcht und das Equipment der Gruppe Slut zu Asche brennt und  mit Schweinekotlettes nach Polizisten schmeißt. Rock on!

„Meine lieblings Rock n Roll Gesichte – die Sache mit den Kotlettes“ wird am 9. April im Magazin freitext erscheinen (www.freitext.com).

Unter den Zuschauern waren viele Gäste anwesend, die bereits die Auftaktveranstaltung mit Raul Zelik und Imran Ayata besucht hatten. Aber auch viele neue Gesichter setzten sich ins tausend worte café vor der Bühne oder lehnten sich an die Bar von Alejandro.

Khalito dokumentierte die Lesung mit seiner Fotokamera. Yüksel filmte. Bis die Viedeos fertig geschnitten sind, dürfte aber noch eine Weile dauern. Immerhin ist Yüksel Hayirli der Art Director von dem Magazin freitext und ist gerade gemeinsam mit dem Layouter Deniz Keskin an den letzten Zügen der Gestaltung der neuen Ausgabe, Titel: Bis hierher lief’s noch ganz gut. Die nächste tausend worte tief Veranstaltung wird eine Sammellesung mit einigen Autoren des Magazins sein. Auch sind einige multimediale Experimente geplant.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: