Archiv für Juni, 2010

Als wir Profis waren

Posted in gelesen wird immer on 9. Juni 2010 by du

Der nostalgische Sound einer Zeit, in der das Leben dem Fußball verschrieben sein sollte. Dinge, wie das so ist, kommen anders als erwartet, enden unvollendet. Dennoch: Manch ein Traum, ausgeträumt noch, hinterlässt Spuren: Einen Song. Eine Geschichte.

„Walk on, through the wind,
Walk on, through the rain,
Though your dreams be tossed and blown.
Walk on, walk on with hope in your heart,
And you’ll never walk alone“

Heute gilt You’ll Never Walk Alone als das Fußballlied schlechthin, da es von vielen Fanblocks auf der ganzen Welt gesungen wird. Die berühmtesten Stadien, in denen das Lied gesungen wird, sind Anfield das Heimstadion des FC Liverpool, und der Celtic Park, das Heimstadion von Celtic Glasgow. (Quelle: Wikipedia)

La Mélancolie de Zidane

Posted in gelesen wird immer on 7. Juni 2010 by du

Imran Ayata: Aus und Vorbei // ESC (Auszug)

Posted in gelesen wird immer on 7. Juni 2010 by du

Bum, bum, buum. Baam. Küüüüt. Buuuum. Erst Toni, dann Sascha und schließlich ich. Stundenlang droschen wir, ohne die Reihenfolge jemals zu missachten, unseren sich schon beulenden Lederball gegen die Garagentür. Drinnen parkte der ganze Stolz meines Vaters: Ein dunkelroter Audi 80 Diesel, dessen Motor so laut knatterte, dass einmal an der bulgarisch-türkischen Grenze der Bulgarbulle unseren Wagen abfällig als „Traktor“ bezeichnet hatte.  Mein Vater parierte lässig diesen 2.-Liga-Ostblock-Diss und behauptete, der Grenzkontrolletti habe außer einem Esel noch kein anderes Fortbewegungsmittel je besessen. Aber ich will gar nicht ablenken, das Ding ist ein anderes. Jugend, Fußball, Mann werden, Siegen und Verlieren – der ganz normale Wahnsinn eben. Also, zurück zu den Tagen mit dem Kick gegen das Garagentor, womit wir erst aufhörten, wenn es dunkel wurde und unsere Treffsicherheit verloren ging. Dann knallte der Ball nicht mehr gegen die Garagentür, sondern flog links und rechts daran vorbei. Manchmal landete er dahinter im Nachbarsgarten, was uns den Groll seines Besitzers brachte. Einmal scheuchte uns Frau Meyer mit dem Teppichklopfer in der Hand durch die Straßen und schimpfte uns Batschaken, weil Toni den Ball durch das Küchenfenster gejagt und ihren Eintopf vom Herd abgeschossen hatte.  Nachdem ich ein anderes Mal die Pille in Meyers Garten geschossen hatte, musste ich ihn holen, weil die Regel lautete, dass jeder seinem Ball hinterher musste. Kaum war ich über den Gartenzaun geklettert, stand Siegfried Meyer vor mir. Typ „Deutsche Eiche.“

(…)

Imran Ayata

Posted in Künstler/innen on 1. Juni 2010 by du

Imran Ayata, geboren 1969 in Ulm, lebt in Berlin und ist geschäftsführender Gesellschafter der A&B ONE Kommunikationsagentur,  Autor und DJ. Er studierte Politologie in Frankfurt am Main, war Redakteur der Zeitschrift Die Beute. Politik und Verbrechen. Außerdem veröffentlichte er Beiträge in Zeitschriften und Sammelbänden in Deutschland und der Türkei.
Ayata war Mitbegründer von Kanak Attak und ist seit seinem 6. Lebensjahr Fan von Galatasaray Istanbul, eine lebenslange Liebe. Zuletzt von ihm erschienen: Hürriyet Love Express bei Kiepenheuer und Witsch. Er hatte bereits im Café :vor wien gemeinsam mit Mutlu Ergün und Deniz Utlu für tausend worte tief gelesen. Bei der Eröffnungsveranstaltung in der Werkstatt der Kulturen im Februar 2010 mit Raul Zelik stand er als DJ auf der Bühne. Am 9. Juni 2010 präsentiert er eine Fußballgeschichte, die er eigens für tausend worte tief geschrieben hat.

Raul Zelik

Posted in Künstler/innen on 1. Juni 2010 by du

Raul Zelik, geboren 1968 in München, studierte Politikwissenschaften und Lateinamerikanistik. Während des Studiums war er als Korrespondent für ein baskisches Regional-Radio tätig. 1997 erschien sein erster Roman „Friss und stirb trotzdem“ (Ed. Nautilus/ Hamburg). Es folgten literarische Veröffentlichungen in Freibeuter, WDR, SFB, FAZ, ARCHPlus und regelmäßige journalistische Arbeiten für SPEX, WOZ (CH) und Der Freitag. Neben seinen literarischen und journalistischen Arbeiten ist er seit 2005 auch als Privatdozent am Lateinamerikainstitut der FU-Berlin und seit 2009 am Fachbereich Soziologie und Sozialpsychologie an der Leibniz Universität in Hannover tätig. 1998 war er Stipendiat des Klagenfurter Literaturkurses beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, im selben Jahr erhielt er den Walter-Serner-Preis des SFB und Literaturhaus Berlin. Im folgenden Jahr wurde er mit dem Alfred-Döblin-Stipendium der Berliner Akademie der Künste in Wewelsfleth gefördert und erhielt das Autorenstipendium des ABP der evangelischen Kirche. 2000 wurde er gleich zwei Mal mit einem Aufenthaltsstipendium gewürdigt: einmal vom Berliner Senat im Schloß Wiepersdorf, Brandenburg und im Künstlerdorf Schöppingen, Münsterland.