Bienensummen

Zafer Senocak las aus der Übersetzung seines Romans „Der Pavillon“. Senocak begann seine Karriere als deutschsprachiger Autor. Das genannte Buch schrieb er auf Türkisch. Es geht ums Musische, sagte er während des Bühnengesprächs, um einen muslimischen Atheismus und um eine Imkerfamilie. Bienen fällt in diesem Roman also eine wichtige Rolle zu. Wo Senocak Multilinguist ist, darf Oruc Gürbüz Multi-Instrumentalist genannt werden. Seine zahlreichen Instrumente baut er selber. „Mir geht es darum, Glück in die Welt zu streuen“, sagt er, „ich sehe mich in der Tradition des Sufismus“. Während Senocak erzählerisch den Drohnen folgte, summte, knirschte und knarrte Gürbüz Hintergrundmelodien.

Vorweg gab es ein Bühnengespräch zwischen mir und Senocak. Es ging um das Schreiben in verschiedenen Sprachen. Um die Annäherung an den Klang. Die Sprache sucht mich aus, sagte Senocak sinngemäß, nicht ich die Sprache. Manche Texte muss ich auf Türkisch schreiben, manche auf Deutsch.

Auch die tausend worte tief Abschluss-Lesung für dieses Jahr am 08.12.2010 wird im Zeichen der Multilingualität stehen. Eingeladen ist Yoko Tawada. Sie schreibt auf Deutsch und Japanisch.

(Fotos: Soma Sohrabi)

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